Wilhelm Busch
German
Max und Moritz sind zwei unartige Jungen, die in einem Dorf leben. Anstatt sich durch weise Lehren zum Guten zu bekehren, lachen sie oft darüber und machen sich heimlich lustig. Sie sind bereit, Menschen zu necken, Tiere zu quälen und Früchte zu stehlen, was sie für angenehmer und bequemer halten, als in der Kirche oder Schule zu sitzen. Das Ende ihrer Taten ist jedoch schlimm. Im ersten Streich locken sie die Hühner der Witwe Bolte mit Brotstücken, die an Fäden gebunden sind. Die Tiere verfangen sich und sterben am Baum hängend. Witwe Bolte ist tief betrübt. Im zweiten Streich stiehlt dasselbe Trio die bereits gerupften Hühner aus dem Kochtopf der Witwe, als diese im Keller ist. Die Witwe beschuldigt ihren Hund Spitz, der dafür bestraft wird. Für ihren dritten Streich sägen sie eine Brücke über einen Bach an. Als Schneider Böck darüber geht, bricht die Brücke ein und er fällt ins Wasser. Er rettet sich an Land, ist aber nass und seekrank. Seine Frau hilft ihm mit einem heißen Bügeleisen. Im vierten Streich manipulieren sie die Pfeife des Lehrers Lämpel, indem sie sie mit Pulver füllen. Als er sie anzündet, explodiert sie und verwüstet sein Zimmer. Lämpel überlebt, ist aber schwarz und verbrannt. Im fünften Streich verstecken sie Maikäfer unter der Bettdecke von Onkel Fritz. Als der Onkel schläft, krabbeln die Käfer auf ihm herum, was ihn in Panik versetzt und dazu bringt, alle Käfer totzuschlagen. Im sechsten Streich brechen sie durch den Schornstein in die Bäckerei ein, um Süßigkeiten zu stehlen. Sie fallen in eine Mehltruhe und werden weiß wie Geister. Der Bäcker fängt sie und backt sie zu Broten. Die Jungen entkommen jedoch, indem sie sich durch das Brot fressen, und werden dann von den Hühnern des Bäckers gefressen. Im letzten, siebten Streich schneiden Max und Moritz Löcher in die Säcke von Bauer Mecke. Mecke fängt die Jungen, steckt sie in einen Sack und bringt sie zum Müller. Der Müller mahlt sie mit dem Korn. Die Federvieh des Müllers frisst die Überreste von Max und Moritz, womit ihr Unwesen ein jähes Ende findet. Das ganze Dorf ist froh, dass die Schreckensherrschaft vorbei ist.