Mark Twain
English
Huckleberry Finn, ein Junge, der sich nach Abenteuern sehnt, flieht vor seiner "zivilisierten" Existenz bei der Witwe Douglas und ihrer Schwester Miss Watson. Er trifft auf dem Mississippi auf Jim, einen entlaufenen Sklaven, der vor Miss Watsons Absicht flieht, ihn nach New Orleans zu verkaufen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise auf einem Floß, auf der sie auf zwielichtige Gestalten wie den "Herzog" und den "König" treffen, die sie ausbeuten und in ihre betrügerischen Machenschaften verwickeln. Huck und Jim erleben die brutale Fehde zwischen den Familien Grangerford und Shepherdson, werden Zeugen von Gewalt und Tod und müssen sich gegen Sklavenjäger und hinterhältige Betrüger zur Wehr setzen. Huck wird zunehmend von seinem Gewissen geplagt, als er die Ungerechtigkeit der Sklaverei und die Heuchelei der Gesellschaft erkennt. Er täuscht seinen eigenen Tod vor, um seiner Entdeckung durch seinen gewalttätigen Vater Pap zu entgehen, und schließt sich Jim auf seiner Flucht an. Die Reise wird durch Begegnungen mit skurrilen Charakteren und gefährlichen Situationen unterbrochen, darunter ein gescheiterter Versuch, sich als reiche Erben auszugeben, und eine Darstellung von Shakespeareschen Dramen in zwielichtigen Dorftheatern. Huck muss ständig lügen und sich verstellen, um seine Identität zu schützen und Jim vor der Wiedererlangung durch seine Besitzer zu bewahren. Am Ende, nachdem Tom Sawyer die Flucht vorbereitet und übertrieben "verkompliziert" hat, erfährt Huck, dass Jim bereits von Miss Watson in ihrem Testament freigelassen wurde. Huck, desillusioniert von der "Zivilisation" und den Erwartungen der Gesellschaft, beschließt, "in die Territorien aufzubrechen", um der Zivilisation zu entkommen und ein freies Leben zu führen.