Norbert Jacques
German
Der Roman beginnt mit der Vorstellung eines eleganten, gut gekleideten alten Herrn, dessen Name niemand versteht. Er platziert lässig eine beträchtliche Geldsumme auf einem Spieltisch. Er wurde von Hull, einem jungen Erben aus einer wohlhabenden Industriellenfamilie, in den Club gebracht. Sie beginnen ein Spiel um Einundzwanzig mit unbegrenzten Einsätzen, und zunächst scheint das Spiel normal zu verlaufen, mit abwechselnden Gewinnen und Verlusten. Doch als der alte Herr die Bank übernimmt, beginnt Hull, erheblich zu verlieren. Hull versucht, die Fassung zu wahren, ist aber innerlich aufgewühlt, trinkt stark und verliert den Überblick über sein Geld, das in den Haufen des Fremden zu schwinden scheint. Seine Sinne werden trüb, und er fühlt sich von einem unsichtbaren Netz gefangen. Trotz seiner Versuche, seine Verluste durch niedrigere Einsätze zu begrenzen, verliert er weiter. Der alte Herr bietet an, die Bank weiter zu halten, seine Haltung suggeriert eine verschleierte Autorität. Hull spielt trotz seiner wachsenden Verzweiflung weiter. Er verspürt eine seltsame Zwanghaftigkeit, als ob er mit Vergnügen verlöre, und das Geld wechselt den Besitzer wie kranke Kröten. Er erinnert sich, wie er versucht hat, den Tisch zu verlassen, um frische Luft zu schnappen, aber er fühlte sich, als wäre er an seinen Sitz gefesselt, seine Gedanken zerstreuten sich in eine Leere. Er war normalerweise kein leichtsinniger Spieler, kontrollierte sein Spiel, aber an diesem Abend verlor er jede Hemmung, spielte, als wolle er verlieren. Das Spiel geht weiter, Hull spielt schlecht und unvernünftig. Seine Freunde versuchen einzugreifen und schlagen einige weitere Runden vor. Hull wird jedoch wütend, schreit und schlägt auf den Tisch. Der alte Herr hört auf zu spielen, steckt seine Gewinne ein, als wären sie ein Taschentuch, und bereitet sich auf die Abreise vor. In einem Moment verzweifelter Trotz erklärt Hull „Va banque!“ und offenbart, dass er einundzwanzig hat. Aber in einem Moment tiefen Verwirrung und Selbstverrats wirft er seine Karten verdeckt beiseite und erklärt, er habe wieder verloren. Der alte Herr deckt ruhig seine Karten auf, seine Augen flackern kurz mit einer unleserlichen Emotion, zählt seine Gewinne und nennt eine Summe. Hull leert seine Brieftasche und schuldet dreißigtausend. Er stimmt zu, am nächsten Nachmittag zehntausend Mark mit einem Schuldschein zu bezahlen. Der Fremde unterschreibt mit dem Namen Balling und gibt eine Adresse im Hotel Excelsior an. Hull verlässt das Hotel, verwirrt von der Begegnung, unfähig zu begreifen, was geschehen ist. Am nächsten Tag geht Hull zum Hotel Excelsior, um Balling zu bezahlen, findet aber in Zimmer 15 einen anderen Mann vor, der den Balling vom Club leugnet und die Handschrift in Hulls Notizbuch nicht erkennt. Das Rätsel vertieft sich, als Hull erkennt, dass seine 20.000 Mark verschwunden sind und die Person, der er Geld schuldet, es nicht annehmen will. Hulls Erlebnis lässt ihn unruhig zurück, und er hat das Gefühl, dass eine unsichtbare Macht ihn zu gefährlichen Abenteuern zieht. Er vertraut sich seinem Freund Karstens an, der ihm medizinische Hilfe vorschlägt. Hull bleibt über die Ereignisse des Abends verwirrt, und vermutet, dass seine Freunde einen grausamen Scherz gespielt haben könnten. Die Erzählung führt einen geheimnisvollen Spieler ein, der in verschiedenen Verkleidungen erscheint und durchweg große Summen gewinnt, was die Behörden wegen seines unheimlichen Glücks ratlos macht. Hull, der durch eine Tänzerin aus einem Nachtclub in die Gesellschaft gezogen wird, hört diese Geschichten und beginnt zu vermuten, dass sie mit seiner eigenen verwirrenden Erfahrung zusammenhängen, obwohl er es zunächst als Scherz seiner Freunde abtut. Seine Vermutungen werden bestätigt, als ein Staatsanwalt, von Wenk, ihn besucht und Informationen über die Glücksnacht anfordert. Von Wenk enthüllt, dass die Behörden eine Reihe von Glücksspielverbrechen untersuchen, die einer einzigen, schwer fassbaren Figur zugeschrieben werden. Von Wenk vermutet, dass Hulls Erfahrung ein Schlüssel zur Aufdeckung dieses größeren kriminellen Netzwerks sein könnte, und zieht Hull gegen seinen anfänglichen Widerwillen in eine gefährliche Untersuchung über die umfangreichen kriminellen Machenschaften von Dr. Mabuse mit ein.