Edwin Abbott Abbott
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Die Geschichte wird von einem Quadrat aus Flächenland erzählt, einer zweidimensionalen Ebene, die von geometrischen Figuren bewohnt wird. Der Erzähler, ein Mitglied der Mittelschicht, berichtet von der starren sozialen Hierarchie und den Bräuchen seiner Welt. Die Bewohner von Flächenland nehmen einander als Linien wahr. Der soziale Status wird durch die Anzahl der Seiten einer Figur bestimmt: Frauen sind Linien, Soldaten und Arbeiter sind gleichschenklige Dreiecke, Handwerker sind gleichseitige Dreiecke, Gentlemen sind Quadrate und Fünfecke, und der Adel sind Polygone mit einer zunehmenden Anzahl von Seiten, die in Kreise (Priester) gipfeln. Ein männliches Kind wird mit einer Seite mehr als sein Vater geboren, was sozialen Aufstieg ermöglicht. Dies gilt jedoch nicht für die Unterschicht, und unregelmäßige Figuren werden als Kriminelle und Ausgestoßene betrachtet. Die Gesellschaft des Erzählers ist streng strukturiert, mit strengen Regeln für Erkennung, soziale Interaktion und sogar den Hausbau (fünfeckig als sicherste Form). Frauen sind gefährlich, da sie spitze Nadeln sind, und Unsichtbarkeit ist eine ihrer Hauptverteidigungen. Der Erzähler selbst ist ein Quadrat, ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft. Sein Verständnis seiner Welt wird zerstört, als ihn eine Sphäre aus Räumeland (einer dreidimensionalen Welt) besucht. Die Sphäre versucht, höhere Dimensionen zu erklären, zuerst durch Worte und dann durch Demonstrationen. Der Erzähler kämpft darum, diese neue Realität zu begreifen, und hält die Sphäre zunächst für einen Verrückten oder Magier. Die Fähigkeit der Sphäre, sich in einer für Flächenländer unbekannten Richtung ('aufwärts') zu bewegen, zu erscheinen und zu verschwinden und sogar in geschlossene Behälter hineinzugreifen, überzeugt den Erzähler allmählich. Er wird nach Räumeland gebracht, wo er die dreidimensionale Welt und die wahre Gestalt der Sphäre, ein Wesen aus vielen Kreisen, miterlebt. Nach seiner Rückkehr versucht der Erzähler, das Wissen über die dritte Dimension zu verbreiten. Er wird jedoch von den starren Behörden von Flächenland als Ketzer und Verrückter gebrandmarkt. Seine Versuche, seine Erfahrungen zu erklären, stoßen auf Unglauben und führen schließlich zu seiner Verhaftung und Inhaftierung. Er wird zu lebenslanger Haft verurteilt, und sein Bruder (ein weiterer Quadrat, der das Erscheinen der Sphäre miterlebte) wird ebenfalls eingesperrt, weil er zu viel weiß. Das Buch endet damit, dass der Erzähler über seine Gefangenschaft und die inhärenten Grenzen der Wahrnehmung innerhalb jeder gegebenen Dimension nachdenkt. Er hofft, dass seine Geschichte eines Tages andere dazu inspirieren wird, sich von dimensionellen Vorurteilen zu befreien.