Franz Kafka
German
Gregor Samsa, ein Handlungsreisender, wacht eines Morgens auf und stellt fest, dass er sich in ein ungeheures Ungeziefer verwandelt hat. Er versucht, sich an seine neue Form anzupassen, aber die Reaktion seiner Familie ist von Horror und Abscheu geprägt. Sein Vater, seine Mutter und seine Schwester gewöhnen sich anfangs an seine Anwesenheit, aber ihr Mitgefühl schwindet, als Gregor zu einer größeren Belastung wird. Sein Vater greift ihn schließlich an und verletzt ihn schwer mit einem Apfel. Gregor zieht sich in sein Zimmer zurück, wo er vernachlässigt wird und langsam verhungert. Seine Familie, erleichtert über seinen Tod, beschließt, ihr Leben weiterzuführen und macht einen Ausflug ins Grüne. Gregors Verwandlung isoliert ihn von seiner Familie und seinem früheren Leben. Er kämpft darum, zu kommunizieren, und wird eher als groteske Last denn als geliebtes Familienmitglied behandelt. Die Geschichte thematisiert Entfremdung, die Absurdität des Lebens, familiäre Pflichten und die entmenschlichenden Auswirkungen der modernen Gesellschaft. Gregors Käferform kann als Symbol für seine unterdrückten Gefühle und seine Unfähigkeit, sich mit anderen zu verbinden, gesehen werden. Die Geschichte kritisiert die Oberflächlichkeit familiärer Beziehungen, die auf Nutzen und Verpflichtung statt auf echter Zuneigung beruhen. Während Gregors äußeres Erscheinungsbild sich verschlechtert, schwindet auch das Mitgefühl seiner Familie, was die gesellschaftliche Tendenz unterstreicht, diejenigen abzulehnen, die anders sind oder nicht mehr nützlich sind. Im zweiten Teil ist Gregor, immer noch ein Käfer, auf sein Zimmer beschränkt. Seine Schwester Grete zeigt anfangs eine gewisse Fürsorge und bringt ihm Essen, aber ihr Mitgefühl lässt mit der Zeit nach. Gregor belauscht seine Familie, wie sie über ihre finanziellen Schwierigkeiten und ihren Groll gegen ihn diskutieren. Die Feindseligkeit seines Vaters wird deutlicher, und Gregor wird weiter entfremdet. Er versucht, seinen Wunsch nach Verständnis zu kommunizieren, stößt aber auf Angst und Abscheu. Die Lebensbedingungen der Familie verschlechtern sich, als sie Untermieter aufnehmen, um über die Runden zu kommen. Gregor zieht sich immer mehr zurück und wird vernachlässigt, er verbringt seine Zeit damit, auf Wänden und Decke zu kriechen. Sein Zimmer wird zu einem Aufbewahrungsort für weggeworfene Gegenstände, was seine eigene Marginalisation widerspiegelt. Der letzte Teil schildert Gregors allmählichen Niedergang. Die Familie, einschließlich seiner Schwester, beginnt, ihn als Schädling zu betrachten, der beseitigt werden muss. Während einer Geigeaufführung seiner Schwester tritt Gregor aus seinem Zimmer, angezogen von der Musik. Sein Erscheinen verursacht Panik unter den Untermietern, die drohen zu gehen, wenn Gregor nicht entfernt wird. Dieses Ereignis festigt die Entscheidung der Familie, ihn loszuwerden. Grete, die einst Mitgefühl gezeigt hatte, befürwortet nun seine Vernichtung und erklärt, dass sie sich von dem „Ungeziefer“ befreien müssen. Gregor, geschwächt und verzweifelt, zieht sich in sein Zimmer zurück und stirbt allein. Die Familie entdeckt seine Leiche am nächsten Morgen und empfindet Erleichterung, sie diskutiert ihre Pläne für eine hellere Zukunft ohne ihn. Die Geschichte endet damit, dass die Eltern ihre Tochter, nun eine junge Frau, beobachten und ihre Heiratsaussichten in Betracht ziehen, was eine Rückkehr zur Normalität und eine Abkehr von der Last, die Gregor geworden war, andeutet.