Gustave Flaubert
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Die Geschichte folgt Emma Bovary, der Frau des Landarztes Charles Bovary. Unzufrieden mit ihrem provinziellen Leben, das sie als eintönig und langweilig empfindet, sehnt sich Emma nach der romantischen und leidenschaftlichen Existenz, von der sie in Romanen gelesen hat. Ihre Ehe mit Charles, einem gutmütigen, aber unauffälligen Mann, kann ihre Wünsche nicht erfüllen, was sie dazu veranlasst, außerhalb ihres Hauses nach Aufregung und Erfüllung zu suchen. Emmas Unzufriedenheit beginnt früh in ihrer Ehe, da sie Charles' Gespräche und sein routinemäßiges Leben als mangelhaft empfindet. Sie träumt von größeren Erlebnissen, von Reichtum, Luxus und leidenschaftlichen Liebesaffären. Ihre Desillusionierung vertieft sich, als sie sich mit alltäglicher Hausarbeit beschäftigt und Charles' einfache Zuneigungen ihre Fantasie nicht entfachen können. Auf der Suche nach einer Flucht fühlt sie sich von den oberflächlichen Reizen von Monsieur Rodolphe Boulanger, einem wohlhabenden Landbesitzer, angezogen. Ihre Affäre, anfangs leidenschaftlich, lässt nach, als Rodolphe gelangweilt wird und Angst vor Entdeckung hat. Emmas Sehnsucht nach einem idealisierten Leben hält an, und sie verliebt sich später in Léon Dupuis, einen jungen Angestellten, den sie während ihrer Ehe kennengelernt hat. Ihre gemeinsamen romantischen Empfindungen und Gespräche über Literatur und das Pariser Leben entfachen eine kurze Affäre. Léon zieht jedoch schließlich nach Paris und heiratet eine andere, was Emma in ihren Fantasien immer mehr isoliert zurücklässt. Unterdessen versucht Charles, ein gutmütiger, aber etwas ahnungsloser Arzt, seine Praxis und seinen sozialen Status zu verbessern, aber seine Bemühungen werden oft von Enttäuschungen überschattet oder von Emmas Unzufriedenheit überschattet. Er versucht eine bahnbrechende Operation an einem Klumpfuß-Bauernjungen, Hippolyte, die schrecklich schiefgeht, was zur Amputation des Beins des Jungen und schließlich zu seinem Tod führt. Dieses Scheitern trägt weiter zu dem allgemeinen Gefühl des Verfalls und der Sinnlosigkeit bei, das den Roman durchzieht. Emmas steigende Schulden, angetrieben von ihren extravaganten Geschmäckern und gescheiterten Versuchen, Erfüllung zu finden, führen letztendlich zu ihrem Ruin. Angesichts des finanziellen Ruins und der Enthüllung ihrer Affären trifft sie eine verzweifelte Entscheidung. In einem tragischen Höhepunkt vergiftet sich Emma mit Arsen, unfähig, das Gewicht ihrer Desillusionierung und die Folgen ihrer Handlungen zu ertragen. Charles, verwüstet von ihrem Tod und der Enthüllung ihres Lebens durch ihre Briefe, bleibt völlig gebrochen zurück. Der Roman endet mit Charles' eventualem Tod und dem Chemiker Homais, der die opportunistische und eigennützige Bourgeoisie repräsentiert, die weiterhin gedeiht und Anerkennung für seine wahrgenommenen Beiträge zur Gemeinschaft erhält, ein starker Kontrast zum tragischen Schicksal der Bovarys.