Georg Büchner
German
Woyzeck ist ein armer Soldat, der von seinen Vorgesetzten und der Gesellschaft ausgebeutet wird. Er wird von einem Doktor verschiedenen Experimenten unterzogen, von seinem Hauptmann unter Druck gesetzt und kämpft darum, seine Lebensgefährtin Marie und ihr Kind zu versorgen. Woyzecks Leben gerät zunehmend außer Kontrolle, als er Halluzinationen und Paranoia erlebt. Marie, auf der Suche nach einem besseren Leben und Aufmerksamkeit, beginnt eine Affäre mit dem extravaganten Tambourmajor. Woyzeck wird zunehmend von seinen Umständen und Maries Untreue gequält, angefeuert von seinen Wahnvorstellungen und den grausamen Experimenten des Doktors. Er wird Zeuge, wie Marie und der Tambourmajor zusammen sind, was ihn weiter destabilisiert. An den Rand getrieben, kauft Woyzeck ein Messer und ermordet Marie in einem Anfall von Wahnsinn und Verzweiflung am Teich. Er versucht dann, die Beweise zu vernichten, indem er das Messer ins Wasser wirft, aber seine Schuld und Paranoia manifestieren sich in Halluzinationen, und seine blutige Hand verrät ihn. In einer Kneipe versucht er, normal zu wirken und zu trinken, aber seine Schuld ist offensichtlich. Er wirft das Messer erneut in den Teich, diesmal weiter hinaus, bleibt aber von seinen Taten und den Geräuschen des Wassers geplagt. Das Stück endet mit der Entdeckung von Maries Leiche durch die Dorfgemeinschaft und Woyzecks Schicksal bleibt unklar, obwohl sein Verfall in Wahnsinn und Gewalt deutlich ist.