Virginia Woolf
English
Clarissa Dalloway, eine Frau Anfang fünfzig, bereitet sich darauf vor, eine Party in ihrem Londoner Haus zu geben. Als sie an einem Junitag 1923 nach draußen geht, folgt die Erzählung ihren Gedanken und Beobachtungen und verwebt ihre gegenwärtigen Erfahrungen mit Erinnerungen an ihre Vergangenheit, insbesondere an ihre Jugend in Bourton. Ihr Tag ist gefüllt mit Gedanken über verpasste Gelegenheiten, vergangene Lieben und gesellschaftliche Erwartungen. Sie trifft alte Bekannte wie Hugh Whitbread, der sie an ihre Jugend und die getroffenen Entscheidungen erinnert, und unerwartet Peter Walsh, eine frühere Liebe, die aus Indien zurückgekehrt ist. Ihr Gespräch weckt eine komplexe Mischung aus Nostalgie, Bedauern und ungelösten Gefühlen und hebt die Wege hervor, die nicht eingeschlagen wurden. Unterdessen folgt die Geschichte auch Septimus Warren Smith, einem jungen Weltkriegsveteranen, der an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Seine fragmentierte Realitätswahrnehmung, seine Halluzinationen und der Kampf seiner Frau Lucrezia, seinen sich verschlechternden geistigen Zustand zu bewältigen, bilden einen starken Kontrast zu Clarissas Welt. Ein vorbeifahrendes Auto, in dem eine wichtige, aber unsichtbare Persönlichkeit sitzt, erregt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, einschließlich Septimus, dessen gesteigerte Empfindlichkeit es als einen Moment tiefen Horrors wahrnimmt. Später gipfelt der Tag in Clarissas Party, wo Vergangenheit und Gegenwart zusammenlaufen. Alte Freunde und Bekannte versammeln sich und bringen ihre eigenen Geschichten und Gedanken mit. Clarissa navigiert diese sozialen Interaktionen und erlebt Momente tiefer Verbindung und Isolation, während sie sich mit der flüchtigen Natur des Lebens und der Suche nach Bedeutung auseinandersetzt. Die Party, die als Feier des Lebens und der Gesellschaft gedacht ist, wird zu einer ergreifenden Untersuchung von Erinnerung, Bewusstsein und dem beständigen menschlichen Geist vor dem Hintergrund des Nachkriegs-Londons.